Dmitri Demiashkin
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Grosse russische Pianisten – da denkt man gleich an Moskau oder Sankt Petersburg. Der Pianist Dmitri Demiashkin stellt da einen Ausnahmefall dar: Er gehört der ethnischen Minderheit der Mordwinen an und stammt aus Saransk, 600km südöstlich von Moskau. Seine musikalische Ausbildung begann er im Alter von sieben Jahren in der historischen Stadt Kazan bei Klavierlehrerin V. Spiridonova. Zwei Jahre später erreichte ihn der Ruf der Hauptstadt, als seine neue Lehrerin K.A. Shashkina eine Stelle am Staatlichen Konservatorium in Moskau antrat. Der Schüler folgte ihr – mitsamt seiner Familie, die sein Talent erkannt hatte und alles daran setzte, ihn zu fördern.

Erste internationale Erfolge feierte Dmitri Demiashkin 1993 als Elfjähriger in Tschechien. Damals hatte der überaus talentierte Schüler bereits mit Orchestern gespielt und renommierte Wettbewerbe gewonnen. Sein Spiel begeisterte die Jurymitglieder und manch überraschte Kritiker; er gewann in ganz Europa und Nordamerika Preise und gab Konzerte in über fünfzehn Ländern auf der gesamten Nordhalbkugel. Diese Auftritte wurden in zahlreichen Ländern in Radio und Fernsehen übertragen.

Im Alter von 15 Jahren nahm Demiashkin zum ersten Mal an den Margess International Meisterkursen in der Schweiz teil. Seither luden ihn die Organisatoren zwei weitere Male ein und boten ihm ein volles Stipendium an. Damit begann eine vielversprechende musikalische Beziehung zur Schweiz. Die finanzielle Unterstützung der Stiftung Lyra, die vom Zürcher Privatbankier Dr. Hans Vontobel 1995 gegründet wurde, ermöglichte es Dmitri Demiashkin, 1999 in die Schweiz zu ziehen und sein Studium am Konservatorium Winterthur und an der Zürcher Hochschule der Künste fortzusetzen. In seiner Zürcher Studienzeit erwarb Demiashkin nicht nur ein Konzertdiplom mit Auszeichnung, sondern auch das Solistendiplom – ausserdem war er Assistenzprofessor von Prof. Homero Francesch an der Zürcher Hochschule der Künste. Heute ist Dmitri Demiashkin Leiter seiner eigenen Russischen Klavierschule in Brunnen SZ.


Die Verbindung zu Russland hat der Pianist aber aufrechterhalten. Er schaffte das Kunststück, ein ganzes Jahr lang sowohl an der Zentralen Musikschule des Moskauer Konservatoriums bei T.L. Koloss als auch in Zürich bei Professor Konstantin Scherbakov und Professor Homero Francesch zu studieren. Darüber hinaus lernte er in zahlreichen Meisterkursen in Deutschland und Frankreich von bedeutenden Vertretern der Russischen Schule; unter anderem von Lev Naumov, Alexey Lyubimov, Vladimir Viardo, Eliso Virsaladze und Dmitri Bashkirov. Der renommierte Pianist Vladimir Viardo zeigte sich äusserst beeindruckt von Demiashkins seltener musikalischer Begabung, der Eleganz und Feinfühligkeit seines Spiels und seiner brillanten Technik. Auch Maestro Vladimir Fedoseyev, unter dessen Leitung Demiashkin regelmässig mit dem grossen Tschaikowsi Symphonie Orchester spielt, lud ihn für weitere Auftritte im 2012 nach Moskau ein.

Dmitri Demiashkin ist eine zurückhaltende Persönlichkeit und prahlt nicht mit seinen bemerkenswerten Erfolgen. Dennoch blieb das aussergewöhnliche Talent des jungen Pianisten auch den Musikkritikern englischer und amerikanischer Zeitschriften nicht verborgen – einige verglichen die Subtilität seines Spiels und seinen kristallinen Klang mit jenem Gilels, andere lobten die bemerkenswerte Reife und Individualität seiner Interpretation.

Im Jahr 2007 wurde Demiashkin der Russische Titel Verdienter Kunstschaffender der Republik Mordwinien verliehen.


Dmitri Demiashkin gastierte unter anderem an internationalen Festivals in Russland, Weissrussland, Tschechien, Deutschland, Türkei, Polen, Israel, Italien, Frankreich, USA, Portugal, Schweden, Holland, Spanien, Japan Schweiz.

Als Solist trat er auf mit renommierten Orchestern wie Tonhalle-Orchester Zürich, Beethoven Orchester Bonn, Orchestre Philharmonique de Liège, Prager Symphoniker, Sankt Peterburger Philharmoniker, Tschaikowsky Symphonie Orchester Moskau, San Diego Symphonie-Orchester und vielen anderen Orchestern in Russland, Italien, Deutschland und der Schweiz.

Wettbewerbspreise

1993   1. Preis am Internationalen Virtuosi per musica di pianoforte in Usti nad Labem, Tschechische Republik
1994 1. Preis beim Internationalen Fernsehwettbewerb Bravo-Bravissimo in Cremona, Italien
1994 1. Preis beim Internationalen Wettbewerb der Finno-Ugrischen Völker in Votkinsk, Russland
1997 1. Preis und beim Internationalen Wettbewerb Concertino Praga, Tschechische Republik
1998 1. Preis am Festival der Klaviermusik in Weissrussland
2001 1. Preis beim Seventh Rencontres Musicales de la Venoge, Lausanne, Schweiz
2002 1. Preis und Spezialpreis für die beste Aufführung einer Tchaikovsky-Komposition bei der Third International Russian Music Piano Competition in San José, Kalifornien, USA
2006 2. Preis beim Casagrande Wettbewerb, Terni, Italien 1. Preis für die beste Finalrunde
2007 3. Preis bei der International Beethoven Competition, Bonn, Deutschland

Stipendien und Auszeichnungen

1992-1997   Stipendiat des New Names charity Programms
1996 Aufgenommen ins Goldene Buch der UNESCO Stiftung New names of the planet: the XX century to the XXI century
1996-2006 Stipendiat der Republik Mordwinien von Russland
1997-2000 Stipendiat der International V. Spivakov Charity Foundation
1998 Verleihung der Dancing Angel Statuette der European Union of Music Competitions for Youth (EMCY)
1999-2006 Stipendiat der Stiftung Lyra der Bank Vontobel
2007 Verleihung des Titels Verdienter Kunstschaffender der Republik Mordwinien
2012 Verleihung des Titels Steinway Artist durch Steinway&Sons Hamburg